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T2: Trainspotting

Filmposter

Inhalt

Zuerst war da eine Gelegenheit…dann passierte ein Verrat. 20 Jahre sind inzwischen vergangen. Vieles hat sich geändert, vieles ist auch völlig gleich geblieben. Mark Renton kehrt zurück an den einzigen Ort, den er jemals sein Zuhause nennen konnte. Und sie warten auf ihn: Spud, Sick Boy, und Begbie. Aber auch andere gute, alte Freunde warten bereits: Leid, Verlust, Freude, Rache, Hass, Freundschaft, Liebe, Sehnsucht, Angst, Reue, Diamorphin, Selbstzerstörung und Lebensgefahr, alle stehen Schlange, um ihn zu begrüßen, bereit zum Tanz.

Kritik von Filmbesprechung.at

Die folgende Rezension wurde uns dankenswerter Weise von literaturoutdoors.wordpress.com zur Verfügung gestellt.

Da ist das leere Zimmer im letzten Stockwerk des tristen Plattenbaus in Edinburgh. Spud schüttet die Tabletten auf den Tisch, schreibt den Abschiedsbrief an Gail und seinen Sohn, dann schnürt er sich die Kehle zu. Das Heroin hat gesiegt, er fällt. Doch Marc Renton, zurück aus Amsterdam, rüttelt im letzten Moment an der Tür. Er rettet den Gangfreund aus vergangenen Tagen das Leben. Und jetzt sitzen sie vor den blassen Tapeten mit dem Hirschgeweih. Wie geht es weiter? „Sag´ ja zum Leben!“ hatte doch damals der Slogan der Jugendintegration geheißen. Marc Renton, Sick boy, Spud und Begbie verstanden das jedoch sehr zynisch und nahmen sich was das Leben in den Schaufenstern der Anderen hergab. Erlaubtes und viel mehr Verbotenes. Jeder holte sich was er brauchte. Jetzt, 20 Jahre später, ist von der Unbeschwertheit und auch den 16.000 Pfund des letzten Coups nicht mehr viel übrig. Doch der Verrat von Renton ist nicht vergessen. Eine Jagd zwischen Rache und auch der Suche nach einer Zukunft beginnt…

Das lang erwartete Sequel des Kultfilms „Trainspotting“ der 1990er Jahre von Regisseur Danny Boyle und Drehbuchautor John Hodge begibt sich wieder auf die Suche nach dem Lebensgefühl einer Generation. Nun sind es berufliche Perspektivenlosigkeit, private Desaster, Melancholie und Nachdenklichkeit, welche die in die Jahre gekommenen Jungs umtreiben. Das „lust for life“ der sarkastischen, verrückten Leichtigkeit ist längst tot wie George Best. Zu gewinnen gibt es jetzt schon lange nichts mehr…Oder doch (noch)?

Die großartige Schauspielperformance und Präsenz von Ewan McGregor, Ewen Bremner, Robert Carlyle und Johnny Lee Miller wie Anjela Nedyjalkova trägt die Story des Films sehr gut. Die rasante Inszenierung in Schnitt, Musik und imaginativer Bildsequenz des Vorgängerfilms ist vom Regieteam jedoch in T2 zurückgenommen worden, wohl um das Lebensalter authentischer wirken zu lassen. So gewinnt der Film an Reflexion und wird zum facettenreichen Spiegelbild des Ankommens von Renton und der Gang in der Realität des neuen Jahrtausends. Keine Erwartungen mehr – Und doch kann alles passieren…Spannend bis zum fulminanten Finale!

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