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Alien: Covenant

Filmposter

Inhalt

Der fremde Planet, den die Crew des Kolonisationsraumschiffs Covenant erforscht, wirkt paradiesisch: Doch als die Terraforming-Spezialistin Daniels und ihre Kollegen Christopher, Tennessee und der Android Walter, durch die bergige, bewaldete Landschaft laufen, fällt ihnen vor allem die merkwürdige, beunruhigende Stille auf: Kein Vogel ist zu hören – und auch kein anderes Tier. Bald schon merken die Entdecker, dass sie auf einem Planeten gelandet sind, der lebensfeindlicher kaum sein könnte. Blitzschnelle, hochintelligente und Säure-spritzende Aliens überfallen die Covenant-Crew, töten ein Mitglied nach dem anderen. Und dem Rest der Gruppe wird klar: So weit weg von der Heimat sind sie komplett auf sich allein gestellt...

Kritik von Filmbesprechung.at

Die folgende Rezension wurde uns dankenswerter Weise von literaturoutdoors.wordpress.com zur Verfügung gestellt.

Da ist der Traum von der Hütte am See, der die Wissenschaftlerin Daniels und den Captain Jake Branson auf das Raumschiffes Covenant („Bündnis“) geführt hat. Ein einfaches Leben inmitten von unberührter Natur in Glück und Zweisamkeit – für dieses Ziel sind sie von der Erde mit 2000 Menschen aufgebrochen. Das ist der Sinn dieser Weltraumexpedition, dieses Abenteuers. Geteiltes Leben in Rücksicht, Hilfe und Zuversicht auf einem neuen Planeten. Daniels und Branson wie die Crew teilen diesen Traum und auch die große Verantwortung für die Menschen an Bord. Es ist ein weiter Weg, der vor Ihnen liegt…

Und dort ist der Bioingenieur Peter Weyland, der zwischen der Statue Davids von Michelangelo und den Opern Richard Wagners von einem ganz anderen „Leben“ träumt – nämlich davon, mittels Technologie Daseinsformen zu erschaffen und „jenseits von Gut und Böse“ zu formen und zu programmieren. Sein Android-Prototyp „David“ ist das Werk dieses tabulosen Strebens zur Macht, das vor nichts zurückschreckt – auch nicht vor tödlichen Gefahren, die nicht mehr zu kontrollieren sind…

Ridley Scott, mittlerweile betagter Hollywood Regie Veteran, wagt sich in „Alien: Covenant“ nochmal an seinen legendären Science Fiction Filmstoff „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979) heran. Scott wählt dabei einen großen gut bekannten Spannungsbogen der bisherigen Verfilmungen, in den er wesentliche Bezüge metaphysischer und ethischer Fragestellungen einbaut. Das großartige Darstellungsensemble um Michael Fassbender (Doppelrolle David/Walter) und Katherine Waterstone (Daniels) trägt die sehr gerafften Handlungssequenzen, welche die großen wie ambitionierten thematischen Bezugspunkte kritischer Anthropologie in der Herausforderung von moderner Technologie und Ethik in mitreißender Story zu öffnen suchen. Ein großes Vorhaben des achtzigjährigen Scott und der Drehbuchautoren John Logan und Dante Harper, das leider nur in Ansätzen gelingt.

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