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Der Schlussverkauf im Brautladen eines alten türkischen Ehepaars eröffnet diese Geschichte um Liebe und Heirat. Im Umkreis eines Berliner Wohnhauses führt EVET, ICH WILL! vier unterschiedliche Paare unter erschwerten kulturell-familiären Umständen auf Umwegen zusammen. Der junge Türke Emrah ist schwul, liebt den Deutschen Tim und will diesen sogar heiraten. Der Türke Salih soll gegen seinen Willen eine Frau wegen der Aufenthaltserlaubnis in Deutschland finden. Um dem zu entkommen sieht er seine Chance bei einer Wahrsagerin, die ihm den EU-Beitritt der Türkei vorhersagen soll. Die Liebe des sunnitischen Kurden Coskum und der türkischen Alevitin Günay hat es ganz besonders schwer. Ihre gemeinsam moderierte populäre Heiratsantrag-Radiosendung, führt viele Paare zum Glück und webt sich wie ein roter Faden durch alle Geschichten. Dirks deutsche Öko-Eltern finden Heiraten an sich nicht sinnvoll, erst recht nicht mit einer Türkin und schon gar nicht mit der erforderlichen Beschneidung ihres Sohnes. Schließlich können sich Dirk und seine große Liebe Özlem am Ende doch noch das Ja-Wort auf Türkisch und Deutsch geben: Evet, ich will! Auf der deutsch-türkischen Hochzeit treffen alle Protagonisten zusammen und finden schließlich ihren Platz.Die Geschichte endet mit dem letzten Verkaufstag des Brautladens. Das alte türkische Eigentümerehepaar erinnert sich daran, wie sie damals ganz traditionell von ihren Eltern verheiratet wurden. Auch heute, nach 58 Ehejahren lieben sie sich noch wie eh und je - glücklich und zufrieden gehen sie in den Ruhestand.Rund um ein Berliner Wohnhochhaus ranken sich die Geschichten von Menschen verschiedenen ethnischen Ursprungs. Einige haben sich schon gefunden, andere wollen noch finden. Familiäre und kulturelle Bande erschweren das Miteinander und Füreinander und turbulente Tage stehen bevor, bis sich schließlich fünf Paare zum Happyend vereinen dürfen.EVET, ICH WILL bietet erstmalig die Gelegenheit, zwei bisher separat betrachtete und und vom Kinoleben in Deutschland getrennt angesprochene Zielgruppen gemeinsam mit einem Film in die Kinos zu locken. Mit der Gegenüberstellung kultureller deutscher und türkischer Eigenheiten und den daraus resultierenden Missverständnissen, dem Aufgreifen der „EU-Frage“ bzgl. der Türkei, der gegenseitigen Animositäten zwischen Türken und Kurden bzw. strengen und liberalen Muslims und die Kulturen übergreifender Homosexualität ist EVET ICH WILL von hoher Aktualität. Mit all diesen Themen geht der Film augenzwinkernd, niveauvoll, intelligent, glaubwürdig und niemals platt um. EVET, ICH WILL ist in dem Sinne ein einzigartiger Film; erstmalig schlägt er sowohl in Form als auch in Inhalt eine Brücke zwischen in Deutschland nebeneinander lebenden Kulturen, - zeigt ohne „Moralinsäure“ und Zeigefinger glaubwürdig und vor allem unterhaltsam und augenzwinkernd, dass es trotz aller Unterschiede und vermeintlicher Unüberbrückbarkeiten immer einen Weg für ein Miteinander gibt.

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Altersfreigabe : ab 0

Filmstart: 02.10.2009

Land / Jahr: D / 2008

Genre: Komödie

Regie: Sinan Akkus

Besetzung: Oliver Korittke, Heinrich Schafmeister, Ingeborg Westphal

Laufzeit: 94 Minuten

Prädikat: keines

Verleih: Sonderveranstaltung

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