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Die Hölle

Filmposter

Inhalt

Özge, eine junge, türkisch-stämmige Taxifahrerin, wird Zeugin eines brutalen Mordes. Der Täter scheint ein wahnsinniger Serienmörder zu sein, der weiß, dass Özge ihn gesehen hat. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.

Kritik von Filmbesprechung.at

Die folgende Rezension wurde uns dankenswerter Weise von literaturoutdoors.wordpress.com zur Verfügung gestellt.

Die Welt ist für die Taxifahrerin Özge zum fremden, kalten Gegenüber geworden. Die nächtlichen leeren Straßen der Stadt sind ein Spiegel ihres Seelenlebens. Da ist viel zu viel an Einsamkeit, die sie jeden Abend mit in ihre Wohnung bringt. Als sie Zeugin eines Mordes wird, beginnt eine Flucht und eine Rache, die in spektakulären Actionszenen und überraschenden Handlungsfolgen in höchster Dramatik bis zum fulminanten Schluss in Atem hält…

In der Regie des Oscarpreisträgers Stefan Ruzowitzky brilliert in diesem Thriller vor allem die Hauptdarstellerin Violetta Schurawlow. Ihre ausdrucksstarke Darstellung, hervorgehoben im reduzierten Dialog wie szenenbestimmender Mimik, trägt die Spannung der Handlungsfolge von der ersten Taxifahrt am Wiener Gürtel bis zum Inferno vor der Wohnung des Kommissars Steiners. Ebenso überzeugt Tobis Moretti als lakonisch-distanzierter Kommissar, dessen Lebenswelt zwischen der Pflege des demenzkranken Vaters, genial gespielt von Friedrich von Thun, und der Grausamkeit alltäglicher Verbrechen zu einer zunehmend verstummenden und starren Maske wird, die schließlich von der gejagten Özge doch empathisch und liebend geöffnet werden kann. Im Ringen mit dem skrupellosen Killer, überzeugend gespielt von Sammy Sheik, finden der Kommissar und die junge Frau ein rettendes Ufer und eine Insel, die sie überleben und Schritte in das Leben setzten lässt…“Bleib da, Özge, geh` nicht…“, „Ja“.

Eine sehenswerte österreichisch-deutsche Filmproduktion, die zeigt, dass Thriller-Spannung ganz nah an höchster Regie-, wie Schauspielkunst liegen kann und internationale Vergleiche nicht zu scheuen braucht.

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